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Farfalle

Jeden Morgen stand das kleine Mädchen am Fenster und blickte traurig hinaus in den Garten. Dort blühten Narzissen und Tulpen und kleine Schmetterlinge schwirrten in der Luft herum. Seit Wochen war es schon krank, durfte nicht hinaus und lag die meiste Zeit im Bett. Nur morgens, wenn die Mutter ins Dorf ging, schlich sich das Mädchen ans Fenster, schob vorsichtig die Gardinen zurück und schaute zu, wie der Frühling den Garten erwachen ließ.

Von Tag zu Tag ging es dem kleinen Mädchen schlechter. Und die Mutter machte sich große Sorgen und wusste sich keinen Rat, denn sie ahnte nicht, dass das Mädchen jeden Morgen am Fenster verharrte. Eines Nachts im Fieberschlaf begann das Mädchen zu weinen und flüsterte „Schmetterling, kleiner Schmetterling. Ich kann nicht zu dir und du kannst nicht zu mir.“ Die Mutter war ratlos. Doch der Zufall half ihr: Am nächsten Morgen hatte der Dorfladen geschlossen, und sie kehrte viel früher nach Hause zurück. Und da sah sie das Mädchen weinend am Fenster stehen, wie sie mit ihren kleinen Händen den Schmetterlingsflügen folgte.

Da beschloss die Mutter, dem kleinen Mädchen eine Freude zu machen und formte aus Nudelteig kleine Schmetterlinge. Als das Mädchen das sah, freute es sich sehr und rief: „Farfalle!“

Weil die Schmetterlinge nun zu dem kleinen Mädchen gekommen waren, musst es morgens nicht mehr am Fenster warten und blieb artig im Bett liegen, wenn die Mutter das Haus verließ. Es dauerte es nicht lange, da ging es dem kleinen Mädchen besser. Schon bald konnte es in der Mittagszeit auf der Bank im Garten sitzen und im warmen Sonnenschein den echten Schmetterlingen zuschauen.

Die Nudeln aber sind geblieben. Und weil die Mutter so froh war, dass es ihrer Tochter wieder gut ging und sie auch anderen Kindern eine Freude machen wollte, verteilte sie im ganzen Dorf kleine Schmetterlingsnudeln: die Farfalle.

 
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